Universitätsbeauftragter präsentiert vierten Bericht

10.03.2015 | Bildung

"Wien hat großartige Chancen sich als europäische Forschungs- und Wissenschaftsmetropole zu etablieren": Der Beauftragte der Stadt Wien für Universitäten und Forschung, Alexander Van der Bellen, hat heute, Montag, den vierten Bericht zur Lage des Hochschul- und Forschungsstandorts Wien präsentiert. Wien sei nicht nur die größte deutschsprachige Universitätsstadt der Welt, sie sei auch Kulturhauptstadt und verfüge über eine sehr gute Lebensqualität. Es habe sich in den vergangenen Jahren auch in den Bildungseinrichtungen eine Liberalität und Offenheit entwickelt, die vor 50 Jahren noch […]

"Wien hat großartige Chancen sich als europäische Forschungs- und Wissenschaftsmetropole zu etablieren": Der Beauftragte der Stadt Wien für Universitäten und Forschung, Alexander Van der Bellen, hat heute, Montag, den vierten Bericht zur Lage des Hochschul- und Forschungsstandorts Wien präsentiert. Wien sei nicht nur die größte deutschsprachige Universitätsstadt der Welt, sie sei auch Kulturhauptstadt und verfüge über eine sehr gute Lebensqualität. Es habe sich in den vergangenen Jahren auch in den Bildungseinrichtungen eine Liberalität und Offenheit entwickelt, die vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen sei.

Dennoch dürfe man den Anschluss nicht verlieren. Van der Bellen sprach von einer Finanzierungslücke der Hochschulen in Österreich und Wien. Ein Schwerpunkt des Berichts "Wien: Stadt, die Wissen schafft. Finanzen, AkteurInnen, Visionen einer europäischen Forschungsmetropole" sei der Finanzierungsfrage gewidmet. Das bundesweite Ziel, dass zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) dem tertiären Sektor zugeschrieben werden sollen, existiere derzeit "nur auf dem Papier". Selbst bei "optimistischen Rechnungen" bedeuteten die momentanen 1,4 Prozent des BIP etwa zwei Milliarden Euro die diesem Sektor jährlich entgingen. Auch stecke das Mäzenatentum in Österreich noch in den Kinderschuhen. Die Rahmenbedingungen müssten verbessert werden, um es für Unternehmen und Firmen interessanter zu machen, mehr für Wissenschaft und Forschung zu tun.

Kritik übte Van der Bellen an der Rot-Weiß-Rot-Card. Lediglich sechs Monate Zeit hätten ausländische Studierende nach dem Studium für die Arbeitssuche. Das sei ein "absurdes System", so Van der Bellen. Zuerst würden praktisch kaum Studiengebühren verlangt und dann nichts unternommen, um die AkademikerInnen zu halten.

Weitere Informationen dazu: Büro des Beauftragten der Stadt Wien für Universitäten und Forschung, Telefon: 0664-8317530, im Internet unterhttp://www.universitaetsbeauftragter-wien.at.

Tags:

Aktuelle Events

  • European Forum Alpbach 2025

    16.08. – 29.08.2025 | Wien und Online | Die Werte, die das Nachkriegseuropa geprägt haben – Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und soziale Marktwirtschaft – stehen im Zeitalter des technologischen Wandels, geopolitischer Verschiebungen und einer existenzbedrohenden ökologischen Krise auf dem Prüfstand. 

  • 6. Europäische TA-Konferenz (ETAC6)

    02.06. – 04.06.2025 | Wien und Online | Die Konferenz zielt darauf ab, TA-Praktiker*innen und andere Expert*innen aus der ganzen Welt zusammenzubringen. Der thematische Fokus dieser Konferenz liegt auf der globalen Dimension der TA, ihren verschiedenen Ausprägungen und den Perspektiven für internationale Kooperationen.

  • salz21 – Home of Innovation

    05.-06.3.2025 |Salzburg I Messezentrum | Die salz21 ist der führende Treffpunkt für wegweisende Ideen und zukünftige Technologien! Unternehmerinnen und Unternehmer, Startups und Investoren, Forschende und Absolventinnen – bei salz21 treffen sich innovationsorientierte Menschen aus Österreich, Deutschland und ganz Europa.

Newsletter

Anzeige

Anzeige